Sardische Kultur entdecken

Ozieri und der Logudoro:
Sardinien abseits der Küste

Blick über die Dächer von Ozieri

Wer in den Norden Sardiniens reist, bleibt meist an der Küste. Fährt man ein Stück ins Landesinnere, verändert sich die Insel: sanfte Hügel, Weiden, Korkeichen und Dörfer aus Stein. Das ist der Logudoro, und die Stadt Ozieri ist sein Herz. Hier sind die Orte, die wir unseren Gästen empfehlen, zum langsamen Entdecken.

Warum ins Landesinnere

Die Küste ist wunderschön und im Sommer sehr voll. Der Logudoro ist das Gegenteil: wenige Touristen, weite Ausblicke und ein Alltag, der noch von Landwirtschaft und Hirtenleben geprägt ist. Das Meer erreichst du für einen Tagesausflug und kommst abends in die Stille zurück.

Ozieri, eine Stadt wie ein Amphitheater

Ozieri erkennt man schon von Weitem: Die Häuser ziehen sich die Hänge hinauf und bilden ein natürliches Amphitheater. Am besten erkundest du die Stadt zu Fuß, über steile Gassen, Treppen und kleine Plätze. Sehenswert sind die Kathedrale der Immacolata und der Grixoni-Brunnen, der Treffpunkt der Stadt.

Die Dächer von Ozieri von oben
Die Dächer von Ozieri von oben.

Die Grotten von San Michele und die Ozieri-Kultur

Mitten in der Stadt öffnet sich eine Grotte, die in der Geschichte Sardiniens einen besonderen Platz hat. Die Gefäße und Gegenstände, die in den Grotten von San Michele gefunden wurden, sind so eigenständig, dass sie einer ganzen prähistorischen Zivilisation ihren Namen gaben: der Ozieri-Kultur. Die Funde sind im Archäologischen Museum zu sehen, das in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist.

Eine Grotte mitten in der Stadt gab einer der ältesten Kulturen Sardiniens ihren Namen.

Sant'Antioco di Bisarcio

Kurz hinter Ozieri steht einsam in der offenen Landschaft die Basilika Sant'Antioco di Bisarcio. Sie ist eine der größten romanischen Kirchen Sardiniens. Am schönsten ist sie am späten Nachmittag, wenn sich der Stein im Licht erwärmt und die Ebene bis zum Horizont reicht.

Was man essen sollte

Drei Namen zum Merken: Spianata di Ozieri, ein dünnes, weiches Brot; Sospiri, kleine Mandelsüßigkeiten in buntem Papier; und Copulettas, gefülltes Gebäck mit Zuckerglasur.

Wenn du nicht nur probieren, sondern selbst kochen möchtest: In unseren Kochkursen machen wir sardische Gnocchetti, Ravioli und Culurgiones. Auf dem Gut stellen wir außerdem natives Olivenöl extra aus unseren Bosana-Oliven her. Online verkaufen wir es nicht, aber du kannst uns schreiben, um es zu kaufen.

Wanderungen im Logudoro

Den Logudoro erlebt man am besten zu Fuß, und die Landschaft wechselt schnell:

  • Pattada und der Monte Lerno: Wälder und Höhenwege, Schauplatz unserer Wanderung Der Atem des Monte Lerron.
  • Der Coghinas-See bei Tula: ebene Wege am Wasser und nuraghische Stätten, wie bei Das Geheimnis von Sa Mandra Manna.
  • Monte Santu zwischen Siligo und Ardara: eine Rundwanderung mit weiten Ausblicken, die wir bei unserer Wanderung Monte Santu gehen.

Beste Reisezeit und Anreise vor Ort

Frühling und Herbst sind ideal: milde Temperaturen und langes Licht. Im Sommer wanderst du am besten früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Für die Wege zwischen Dörfern, Landkirchen und Wanderpfaden brauchst du ein Auto. Museen und Stätten ändern ihre Öffnungszeiten je nach Saison, also informiere dich vor der Abfahrt.

Wo übernachten

Wer den Logudoro in seinem eigenen Tempo erleben möchte, wohnt am besten auf dem Land. Sa Domo de s'Olia, unser Agriturismo in Ozieri, hat sechs Schlafplätze, einen Pool und Frühstück inklusive: ein ruhiger Ausgangspunkt für jeden Morgen und ein Ort, an den man bei Sonnenuntergang gern zurückkehrt.

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