Sardische Kultur entdecken

Sardinien im Oktober:
die Insel von ihrer besten Seite

Olivenernte zwischen den Zweigen im Oktober

Fragt man Sarden nach der besten Reisezeit, sagen viele: Herbst. Der Sommertrubel ist vorbei, das Licht wird weicher und auf dem Land beginnen Ernten und Dorffeste. Besonders der Oktober ist ein Monat der Balance: noch warm genug für den Strand und schon kühl genug für lange Wanderungen.

Das Wetter im Oktober

Im Oktober liegen die Tagestemperaturen auf Sardinien meist zwischen gut 20 und 25 Grad, Abende und Morgen sind kühler, vor allem im Landesinneren. Das Meer hat noch viel von seiner Sommerwärme, deshalb ist Baden den größten Teil des Monats angenehm. Die ersten Herbstregen kommen als kurze Schauer, oft gefolgt von klaren Tagen mit weiter Sicht.

Im Landesinneren, wo unser Hof liegt, beginnt der Tag manchmal mit Nebel über der Ebene, der sich am Vormittag auflöst. Pack eine leichte Jacke und einen Pullover für die Abende ein.

Die Olivenernte

Oktober und November sind die Monate der Olivenernte. Unter den Bäumen werden Netze ausgelegt, die Oliven von Hand oder mit Rüttlern geerntet und noch am selben Tag in die Ölmühle gebracht. Das neue Öl ist grün, intensiv und pfeffrig, und es auf geröstetem Brot zu probieren, gehört zu den schönsten Momenten des Herbstes. Bei uns kannst du auf Anfrage an der Olivenernte teilnehmen oder einen Spaziergang durch die Olivenhaine mit Verkostung machen.

Kisten mit frisch geernteten Oliven
Frisch geerntete Oliven, bereit für die Ölmühle.

Dorffeste in den Bergen

Von September bis Dezember öffnen die Dörfer der Barbagia im Zentrum Sardiniens abwechselnd ihre Innenhöfe und alten Häuser für Besucher: Autunno in Barbagia. Handwerker arbeiten vor deinen Augen, Familien kochen traditionelle Gerichte und in den Gassen wird musiziert. Eine der besten Möglichkeiten, die lebendigen Traditionen der Insel kennenzulernen.

Wanderzeit

Nach der Sommerhitze ist der Herbst ideal zum Wandern. Die Wege sind trocken, aber nicht staubig, die Luft ist klar und die Wälder beginnen sich zu färben. Rund um unseren Hof wanderst du durch alte Korkeichen, auf einen Tafelberg oder am Ufer eines Sees entlang zu einer nuraghischen Stätte. Alle Details findest du in unserem Artikel über fünf Wanderungen im Norden Sardiniens.

Im Herbst wird die Insel langsamer, und du mit ihr.

Was man im Herbst isst

Der Herbst bringt Pilze, Kastanien in den Bergen, das erste neue Öl und die letzten Trauben. Es ist die Zeit der deftigen Gerichte: frische Pasta mit Fleischsaucen, Braten, gereifter Pecorino. Welche Gerichte du probieren solltest, steht in unserem Artikel über sardische Spezialitäten. Culurgiones kannst du in unserem Pasta-Kurs selbst formen.

Wo übernachten?

Im Oktober schließen viele Strandhotels oder fahren ihren Betrieb herunter, während das Land aufblüht. Unsere Unterkunft auf dem Hof bei Ozieri ist ein ruhiger Ausgangspunkt für die Ernte, die Hügel und Ausflüge an die Küste, die etwa eine Stunde entfernt ist.

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